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Um die Nachhaltigkeit unserer Projektarbeit in Jimma zu überprüfen, besuchen wir bei unseren Supervisionsreisen auch stets ehemalige Teilnehmer/innen des Programms, wie im September zum Beispiel Natnael. Wir treffen ihn in einer Schreinerei, wo er nach einem dreimonatigen Training im Straßenkinderprojekt nun nach der Schule arbeitet. Wir beobachten ihn bei seiner Arbeit: Geschickt bedient Samuel die Säge und schneidet ein passendes Brett zurecht für die Schublade, die er gerade baut. Natnael kann bei seinem Job auf seinen erworbenen Fertigkeiten in der Schreinerei des projekteigenen Trainingscenters aufbauen. Jetzt verdient er damit erstes Geld und kann damit sogar auch noch seine Familie unterstützen. Natnael sagt, einen richtigen Beruf erlernen zu können, sei etwas, das er noch vor wenigen Monaten nicht für möglich gehalten habe. Was er einmal werden will? Ein guter Zimmermann, sagt er, und lächelt dabei ebenso schüchtern wie hoffnungsvoll.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat erneut sein Spendensiegel an kinder unserer welt verliehen. Schon seit 2005 dokumentiert die jährliche Vergabe des Spendensiegels an unseren Verein einen äußerst sorgfältigen und wirksamen Umgang mit Ihren Spenden. Alle Spenden kommen den Kindern aus unseren Projekten in Äthiopien und Südafrika ohne Abzüge zugute.

Am 27. Dezember vergangenen Jahres hat das Vokalensemble Weil am Rhein unter der Leitung von Silke Marchfeld erneut das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Wie auch schon im Jahr zuvor erhielt kinder unserer welt alle bei der Aufführung eingegangenen Spenden, wofür wir uns herzlich bedanken. 

Wir vermögen uns nicht vorzustellen, wie viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung und Aufführung dieses Meisterwerks geflossen sind. Die so erarbeiteten Mittel kommen - wie alle anderen Spenden an unseren Verein - in voller Höhe unseren Projekten in Südafrika und Äthiopien zugute.

Bevor er in Jimma / Äthiopien an der zentralen Busstation angesprochen und in unser Straßenkinderprojekt aufgenommen wurde, verbrachte Alihed mehrere Monate auf der Straße. Der 15-Jährige gehört zur Zielgruppe des re-integrativen Straßenkinderprojekts: Alihed kommt aus einer zwar ärmlichen, aber intakten Familie. Dennoch zwang ihn die häusliche Situation zu einem Leben auf der Straße.

Im geschützten Umfeld des spendenfinanzierten Straßenkinderprojekts wurde Aliheds in Flecht-Handarbeit ausgebildet, mit der er Nutzwaren aus Kunststofffasern fertigen kann. Nach dieser erfolgversprechenden Entwicklung erhielt Alihed ein Startkapital und etwas Sachleistung. Sein Geschäft läuft mittlerweile so erfolgreich, dass er auch Mutter und Schwester angelernt hat. Gemeinsam konnte das Haushaltseinkommen auf eine sichere Basis gestellt werden und der Junge in die Familie zurückkehren. Denn jetzt verdient die Familie genug, dass Alihed wieder Zeit hat, zusammen mit seiner Schwester die Schule zu besuchen - anstelle auf der Straße Geld für die Familie verdienen zu müssen.

Wenn Sie sich seit unserer ersten Meldung bei dem Charity Shooping-Unternehmen boost-project.com registriert haben, werden Sie schon eine Mail erhalten haben, die die Einstellung von boost-project.com ankündigte. Der Betreiber hat seinen Kundenstamm an WeCanHelp.de weitergegeben, die vergangene Woche damit begonnen haben, die Daten zu übernehmen. Nutzer wurden dazu aufgefordert, sich auf der Website von WeCanHelp.de ein neues Passwort zu geben.

Im Prinzip macht WeCanHelp.de das Gleiche wie boost-project.com, und wir sehen kein Problem darin, die Zusammenarbeit mit WeCanHelp.de fortzusetzen. [Update 10.12.] Die Umstellungsphase ist inzwischen abgeschlossen, Spenden an kinder unserer welt sind wieder möglich!

Bitte benutzen Sie auch weiterhin gooding.de und smile.amazon.de. Von smile wurden zuletzt übrigens 70 Euro an kinder unserer welt ausgeschüttet.

Dafür ein herzliches Dankeschön!

Schulveranstaltung zur gesundheitlichen Aufklärung, Korarit, Äthiopien

Die Themen »Gesundheit« und »Hygiene« sind fester Bestandteil des Unterrichtscurriculums an den 11 Schulen in und rund um die nordäthiopische Stadt Korarit. Die Lehrer sind angehalten, ihre Schüler im Unterricht immer wieder mit den Risiken und Folgen durch fehlende oder unzureichende Hygiene zu konfrontieren. Im Zusammenspiel mit entsendeten Medizinern des von uns unterstützten Gesundheitszentrums wird die Schülerschaft in Ansprachen dazu motiviert, mit ihren Eltern über die vermittelten Kenntnisse über Krankheitsursachen und deren Vermeidung zu sprechen. Ziel ist es, mit einer frühzeitigen und kontinuierlichen Adressierung dieser Themen über die jungen Menschen in ihren traditionsverhafteten Familien einen allmählichen Wandel bei den Lebensgewohnheiten zu bewirken.